Martin Nienhaus

Spezialist für emotionales Mental-Training, Sport-Coach und Trainer


Mein Weg


Solange ich mich erinnere, stellte ich immer wieder die Frage, warum bestimmte Sportler oder Mannschaften siegten. Was machten sie anders und was ließ sie besser sein, als die Verlierer? Wahrscheinlich nervte ich schon als Kind alle mit meiner Fragerei, aber kein Erwachsener konnte mir jemals eine plausible Erklärung geben. Vielleicht begleitet mich deshalb diese Frage bis heute.

Was macht einen Sieger aus?

 

Schon als kleines Kind begeisterte mich der Sport in all seinen Facetten.

In meiner Erinnerung sehe ich mich noch im überfülltem Wohnzimmer meiner Großeltern mit Verwandten und Nachbarn vor einem schwarz-weiß Fernseher sitzen und bei einem Fußballspiel mit zu fiebern. Ohne wirklich zu verstehen, was ich da sah und erlebte, faszinierte mich die im Raum vorhandene Energie, diese Spannung, die sich urplötzlich in Freude oder Verzweiflung verwandelte.

Jahre später saß ich mitten in der Nacht vor dem Fernseher und sah mir die legendären Boxkämpfe von Muhammad Ali, Joe Frazier und George Foreman an. Auch bei den Übertragungen der Olymischen Spiele klebte ich vor dem Fernseher und versuchte nicht eine Minute der Wettkämpfe zu verpassen. Und immer wieder fragte ich mich, was die Sieger, den anderen Voraus hatten.

 

Als Jugendlicher begann ich selbst mit Judo und Karate. Neben den technischen Aspekten lernte ich dort auch eine geistige Haltung kennen, die es zu trainieren galt. Die asiatischen Kampfkünste enthalten eine Fülle von Anweisungen, die den Geist auf das Kämpfen und Siegen ausrichten.

Durch mein eigenes Training sensibilisiert, bemerkte ich in dieser Zeit auch zum ersten Mal bewusst bei westlichen Athleten die ersten Anzeichen von Mentaltraining.

 

Ich sehe heute noch die Bilder vor mir, als die Rennrodler und Bobfahrer der damaligen DDR vor ihrem Start bei den olympischen Spielen, zunächst mit geschlossenen Augen, nur in ihrer Vorstellung die Bahn herunterfuhren. Von den Sportjournalisten wurden sie damals noch belächeltet. Dabei hatten aber gerade die Länder des damaligen Ostblocks hier entscheidend die Nase vorn.

 

Mir wurde bewusst, dass es neben dem technischen Können beim Sportler, eine geistige Fähigkeit geben musste, die für Siege und Niederlagen entscheidend war. Diese wollte ich finden.

 

In den asiatischen Kampfkünsten gibt es den Begriff des Lehrers. Dieser leitet den Schüler tief in das Wesen der betreffenden Kunst ein. Dazu gehört die intensive Auseinandersetzung mit den philosophischen Grundlagen. Ich hatte das Glück, im Laufe meines Lebens solch einen Lehrer kennen zu lernen, der mich tief beeindruckt. Irgendwann forderte er mich dazu auf, mein Wissen in einer neuen Form zu bündeln.

 

So entstand schließlich mein Emotional Rescue.

Die Methode verbindet die Aspekte des inneren, seelischen Gleichgewichtes und der geistigen Ausrichtung und bildet die Grundlage meiner Arbeit im mentalen Bereich.